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'26/'27

Strukturwandel in den Pyrenäen
Bergwelt zwischen Landflucht, Tourismus und innovativen Projekten

10.05.-16.05.2026 - ausgebucht! -
!! Termin 17.-23.05.26 ausgebucht !!
10.05.2026 - 16.05.2026

Als Bildungsurlaub anerkannt

Mögliche Modelle für ländliche Entwicklungsprozesse in Deutschland?

Die Pyrenäen – eine 3 Länder und rund 450 km umspannende Gebirgskette im Süden Europas. Eine Bergwelt, deren Bewohner seit der zweiten Hälfte des 20. Jh. tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungsprozessen ausgesetzt sind. Unser Bildungsurlaub findet in den östlichen, katalanischen, Pyrenäen statt und soll ein breites Bild der aktuellen Pyrenäengesellschaft zeichnen.

Aus der Geschichte heraus setzen wir uns mit verschiedenen Facetten des soziokulturellen Wandels auseinander, lernen zukunftsweisende Projekte der Region kennen und erfahren, auf welch unterschiedliche Arten Tourismus in der Bergregion funktioniert. Dabei zeigen wir aktuelle Konflikte auf und versuchen aus unterschiedlichen Perspektiven Lösungsansätze aufzuzeigen, die als beispielhaft für Entwicklungen im ländlichen Raum anderer europäischer Regionen gelten können. Wir besuchen verschiedene Kooperativen, Vereine, öffentliche Institutionen und Museen, hören Vorträge und tauschen uns mit zivilen Akteuren und Unternehmern der Region vor Ort aus.

Einen zentralen Aspekt des Seminars stellen das Phänomen der Landflucht und die verlassenen Pyrenäendörfer dar. Wir lernen verschiedene Beispiele kennen und sehen, wie schon aufgegebene Orte unterschiedlichen Zwecken zugeführt werden.

Der Bildungsurlaub wird durch Erläuterungen zu Flora, Fauna und kulturellem Erbe in den unterschiedlichen Naturräumen der katalanischen Pyrenäen und Vorpyrenäen ergänzt.

Die beiden Unterkünfte unserer Pyrenäenwoche sind zum einen die „Casa Jaumet“, in der wir 2 Nächte verbringen.  Hier leben Audit + Furi seit 15 Jahren in einem katalanischen Bauernhaus, auf dem Gebiet eines ansonsten verlassenen Dorfes. Umgeben von Oliventerrassen und Permakultur am Fuße der Sierra de Boumort, einem der wildesten und unbesiedelsten Gebiete der katalanischen Pyrenäen. Neben der Imkerei und der Bewirtschaftung eines Olivenhains gehört auch eine Struktur für nachhaltigen Tourismus zu ihrem Projekt. Unsere Gastgeber sind Biobauern, Bienenzüchter, produzieren ihr eigenes Olivenöl und haben ihr Selbstversorgerprojekt buchstäblich aus den Ruinen des Dorfes gestampft. Für die Familie hat sich die Wiederinstandsetzung des Casa Jaumet, der angrenzenden Häuser, ehemaligen Stallungen, Felder, Terrassen und Gärten zu ihrem Lebensprojekt entwickelt. 

„Casa Leonarda“, unsere zweite Unterkunft, ist nicht nur ein sehr stilvolles Landhotel, sondern gleichzeitig soziale Begegnungsstätte für die Einwohner der benachbarten Dörfer, Ort der Heimatpflege und weit mehr als ein persönliches Projekt der Besitzerin Mirella Font. Nach 25 Jahren Stillstand nahm sie die über 100 Jahre alte Herberge ihrer Großeltern unter ihre Obhut und eröffnete sie im Jahr 2001 wieder. Hier übernachten wir 4 Mal.

Mirella wird uns während unseres Aufenthalts nicht nur mit lokalen Produkten verwöhnen, sondern auch über von ihr in Gang gesetzte Projekte der Region sprechen. Ihre „Mission“ vom Bewusstmachen eines nachhaltigen Tourismus in der Region spiegelt sich im Wesen des Hotels und in ihrem lokalen Aktivismus wider. So lernen wir unter anderem einen von ihr initiierten Gemeinschaftsgarten und ein soziales und ökologisches Projekt kennen, das Einheimischen und Besuchern die Möglichkeit bietet, dem kulturellen Erbe der Region durch Freiwilligenarbeit oder durch finanzielle Beiträge zur Unterstützung von Naturschutzprojekten Dankbarkeit zu zeigen, und erfahren etwas über die Konzeption eines nachhaltigen Wanderwegenetzes.

Themenkomplexe:

  • Historische Entwicklung der Region. Traditionen & kulturelles Erbe
  • Ökonomischer Wandel & Entwicklung des Tourismus
  • Paradox der Landflucht/verlassene Dörfer vs. problematische Wohnsituation in den touristischen Zentren
  • Neue Lebensmodelle + Projekte der Region
  • Konflikte zwischen Naturschutz, ökonomischer Nutzung der natürlichen Ressourcen, Tourismus und neuen Megaprojekten
  • Wasserkraft aus den Pyrenäen als grüner Energielieferant für Spaniens Industrie? – Historie und Gegenwart

 

 

Alternative Abreisemöglichkeit (kein Programmbestandteil): „Tren de lagos“, eine alte Schmalspurbahn, die die atemberaubende Vorpyrenäenlandschaft auf ihrem Weg zwischen La Pobla de Segur und der Provinzhauptstadt Lleida durchquert (13:00-14:30, buchbar über www.fgc.cat). Von dort mit dem Zug ca. 1h Fahrt nach Barcelona.

Wichtig: Grundkondition und Wanderlust werden vorausgesetzt. Wir unternehmen täglich 1-2-stündige Spaziergänge und einmal eine leichte Wanderung (ca. 3h, 7km, -600m). Outdoorausrüstung wird empfohlen.

 

 

Referent/in:
Frank Teubner
Bezeichnung:
Strukturwandel in den Pyrenäen
Kurs-Nr.: / Termin:
P25_122_02: 10.05.2026 - 16.05.2026
Ort:
Pallars Jussa bei Aramunt Vell sowie Senterada / Katalonien)
Gebühr:

790,00 € (6 - max. 8 Teilnehmer:innen), EZZ 180 €

Leistungen:

5eminargebühr
Unterkunft/F sowie eine weitere Mahlzeit.
Gruppentransfer im Kleinbus ab/bis Barcelona-Flughafen am Sonntag des Kursbeginns ca. 14:00 (zurück am folgenden Samstag) sowie Fahrten während der Kurswoche
Übersetzungen

Unterkunft:

2 Nächte in der Casa Jaumet, hier teilen sich mitunter Zimmer ein Bad (https://casajaumet.cat/) und  4 in der Casa Leonardo in Senterada mit DZ bzw. EZ  it Dusche/WC (https://www.casaleonardo.net/)

Anreise:

eigene Anreise bis zumindest Barcelona



Mit der Bahn

Eine Bahnanreise nach Barcelona ist von Frankfurt/M aus z.B. in knapp 13 Stunden möglich und erfordert eine Übernachtung in Barcelona. 
Die Rückfahrt ist z.B. Sonntags ab Barcelona um 9:28 möglich (Ankunft Frankfurt 20:59).
(Stand November 25)


Hinweis:
Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei!
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  Letzte Änderung: 08.02.26
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