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'26/'27

Barcelona - Resilienz-City

Eine touristisch überprägte Metropole entwirft ein sozial- und umweltverträgliches Stadtmodell
08.11.2026 - 14.11.2026

Als Bildungsurlaub anerkannt

Als der Bürger-Aktivismus die Stadt regierte und ein sozial- und umweltverträgliches Stadtmodell umzusetzen begann

Die aus der Bürgerrevolte des 11M (11. Mai 2014) hervorgegangenen Regierungswechseln in vielen Städten des Landes, darunter Madrid und Barcelona, hat zu einem recht radikalen Kurswechsel von neo-liberalem Wirtschaften zu fortschreitenden Humanisierungsversuchen der Ökonomie geführt. Zumindest in Barcelona. Eine neue Regierungskoalition, angeführt von der neu entstandenen Comuns-Bürgerpartei, behielt immerhin zwei Legislaturperioden lang das Zepter in der Hand. Die langjährige Aktivistin, Ada Colau, wurde die erste Bürgermeisterin der Stadt. Nach den letzten Wahlen hat sich das Blatt gewendet.  Inwiefern ist lawfare für die Abwahl der progressive Regierungskoalition mit verantowortlich? Welche neuen Weichen wurden gestellt, welche Massnahmen getroffen? Inwiefern sind sie nachhaltig und verbindlich.

Handlungskatalog einer touristisch überprägten Metropole 

Der vorliegende BU beschäftigt sich einerseits mit der Erörterung des ganzheitlichen Planungskonzeptes „Barcelona Green Deal“ zur Einhaltung der vorgegebenen Nachhaltigen Entwicklungsziele der AGENDA 2030 und als Vorlage für die führende Rolle der Stadt im Rahmen des MCR2030 (Making Cities Resilient). Das neue globales Leitmotif lautet: Resilienz, also die Fähigkeit auf Krisenreaktionen vorbeugend, vorbereitet und resolut zu reagieren. Da schätzungsweise im Jahre 2030 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Metropolen leben werden, sind Resilienzstrategien hauptsächlich für Städte zu begreifen. Aufgrund seiner diesbezüglichen Musterrolle ist Barcelona von MCR zu einem Zentrum globaler Resilienz erkoren worden.

Dazu erfahren die Kursteilnehmer in einem amtlichen Termin im metropolitanen Verwaltungsorgan (AMB), was planerisch in der Region vorgesehen ist: Verkehrs-, energie- und umweltpolitische Maßnahmen, welche von der Lokaladministration durchgeführt oder gefördert werden, wie z.B. die aktuellen Verhandlungen zur Kommunalisierung des Wassers bzw. bezüglich der „Energiearmut“ oder dem Entgegenwirken der Gentrification.

Weitere Handlungsstrategien zielen auf eine Diversifizierung der Ökonomie, die Schaffung von sozialwirtschaftliche Impulse, eine räumliche Neu-Zuordnung in Form von sogenannten Super Blocks - unser Fallbeispiel befindet sich im Bloc4BCN des Planungsgebiets Montjuic: Can Batlló. 

 

Bloc4BCN-Can Batlló

  • Nach über 30 Jahren begann man, eingedenk bitterer Nachbarschaftskämpfe, die versprochene Transformation einer großräumigen Industriebrache zu vollziehen. Heute ist das Gelände bereits ein buntes, kreatives Kleinod gesellschaftlichen Wirkens.  Es soll zum wichtigsten Pol für die Förderung des Genossenschaftswesens im südlichen Europa ausgebaut werden. Auf 4.500 m2 wird es Platz für 60 Unternehmen geben, die sich der Solidar- und Sozialwirtschaft verschreiben.  
  • Parallel hierzu wirkt ein flächendeckendes "Ateneu"-Netzwerk mit ähnlichem inhaltlichen Format. Aus einer komparativen, historischen Perspektive erfahren wir über das "Ateneu" als katalanische Bildungs- und Kulturinstitution, was seit Ende des  19. Jahrhunderts der Wissensverbreitung dient. Als Gegengewicht zum amtlichen Diskurs richtet sich das Augenmerk nunmehr auf Impulse, die aus der Zivilgesellschaft herrühren.

"Kiz"-Aktivismus gegen Gentrification, Naturparkmanagement für saubere Luft: Raval und Collserola-Park

  • Zur Verdeutlichung aller theoretischen Ausführungen nehmen wir uns die Besichtigung des Altstadtviertels El Raval vor, begleitet vom BU-Referent und (wenn möglich) einem Vertreter des anarchistischen Gewerkschaftsbundes CNT; dabei stehen Themen wie Gentrification, Stadtgeschichte und -soziologie im Vordergrund.
  • Im "Kiz" wirkt auch ein flächendeckendes "Ateneu"-Netzwerk: Aus einer komparativen, historischen Perspektive erfahren wir etwas über das "Ateneu" als katalanische Bildungs- und Kulturinstitution, was seit Ende des 19. Jahrhunderts der Wissensverbreitung dient. Als Gegengewicht zum amtlichen Diskurs richtet sich das Augenmerk nunmehr auf Impulse, die aus der Zivilgesellschaft herrühren.
  • Ein Perspektivwechsel bietet die Collserola-Bergkette, mit ihren über 8000 ha einer der grössten Stadtparks Europas. Anhand der Führung eines Forstingenieurs wird sein übergeordneter ökologischer Stellenwert für die Metropole erläutert.

 

Referent/in:
Martin Paulus
Bezeichnung:
Barcelona - Resilienz-City
Kurs-Nr.: / Termin:
P25_127_01: 08.11.2026 - 14.11.2026
Ort:
Barcelona
Gebühr:

850 € (EZZ: 320 €)

Leistungen:

Seminargebühr, Übersetzungen
6 Ü wie gebucht mit DU/WC im Zimmer, Frühstück auf eigene Kosten 
eigene Anreise

Unterkunft:

ruhig gelegenes, einfaches, modernes Hotel an der Metrostation Collblanc, Nähe Camp Nou

Anreise:

eigene Anreise
Wir empfehlen die Anreise mit der Bahn



Mit der Bahn

z.B. Samstags ab Frankfurt mit Umsteigen in Paris ab 8:56, Ankunft 21:29, zurück ab 09:28 in je nach Reisetag 11:31 oder 13:36 Stunden


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Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei.
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  Letzte Änderung: 08.02.26
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